Bezwinge das kapitalfressende Monster und werde endlich profitabel

Warum dich mehr Umsatz ruinieren kann – unternehmerisch und persönlich. Und wie du dein Unternehmen erfolgreich machst
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Du fokussierst dich vollkommen auf deinen Umsatz. In jedem Jahr soll hier ein fettes Plus stehen. Mehr KundInnen, mehr Aufträge und leider auch mehr Stress. Aber dann geht wenigstens der Gewinn durch die Decke. Oder wie sieht’s da aus? Was bleibt bei all dem Aufwand, den unzähligen Überstunden im Büro, der Wochenendarbeit, der schlechten Stimmung, der verpassten Geburtstage unterm Strich übrig? Nach Abzug aller Kosten, aller Steuern? Für dich? Da habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Nicht wahr? Aber das muss nicht sein. Fokussiere dich auf deine Profitabilität und mache Schluss mit der Abwärtsspirale aus ‚mehr Umsatz, wachsender Unsicherheit und weniger Gewinn‘.

das kapitalfressende Monster

„Wir brauchen mehr Umsatz! Wenn wir mehr KundInnen und mehr Aufträge haben, dann ist alles gut, dann läuft der Laden.“ Ich weiß gar nicht, wie oft ich dieses Mantra als Co-Chefin in meiner PR-Agentur gehört habe. Und mehr noch, ich habe es nicht nur gehört, ich habe es geglaubt und nicht hinterfragt. Gemeinsam mit meinem damaligen Partner hatte ich in den 2000er Jahren eine eigene Agentur. Marketing und Kommunikation, intern, extern. Läuft. In diesem Bereich ist eine Menge Geld unterwegs. Für uns sprang natürlich auch was heraus. Schicke Autos, ein großes Büro, viele Angestellte. Genauso, wie man sich eine Agentur vorstellt. 

Dieses ganze „Mehr Umsatz“-Getue hatte aber einen Nachteil. Wir arbeiteten fast rund um die Uhr. Mehr Umsatz bedeutete nämlich in unserem Fall auch mehr Aufträge und mehr Kunden. Die Folge: Wir arbeiteten uns kaputt. Die Arbeit war das letzte, an das ich gedacht habe, bevor ich eingeschlafen und das erste nachdem ich aufgewacht bin.

Wie sieht’s denn bei dir aus? Dieses Leben kennst du wahrscheinlich nur zu gut. Ist jetzt ja auch nichts komplett Abwegiges. Ich schätze, dass die meisten UnternehmerInnen fast alles dem Umsatz unterordnen. Aber was bedeutet das genau? Du vernachlässigst Prioritäten. Du verlierst dich im Klein-Klein. Die schiere Menge an Aufträgen, KundInnen, Gesprächen, Mails, Meetings überrollt dich Tag für Tag. Und dann läuft natürlich alles noch über deinen Schreibtisch. Du bist ja schließlich der Chef oder die Chefin. Jetzt noch schnell dies und das und dann wieder etwas ganz anderes zu tun. Mit dem Ziel, die Wünsche der KundInnen zu befriedigen. Ein hehres Ziel. Aber wo bleibst du in diesem Spiel?

Weihnachten ist immer eine besinnliche Zeit. Mal wieder zur Ruhe kommen. Das vergangenen Jahr Revue passieren lassen. Für mich als Unternehmerin bedeutete das auch, einen Blick auf die Zahlen zu werfen. Die Gehälter, die Autos, das Büro, alle war bezahlt. Alles ok. Man kann getrost sagen, wir haben kostendeckend gearbeitet. So gut, so schlecht. Also viel Stress und wenige bis keine Rücklagen. Dazu kam ein steuerlicher Gewinn (auf dem Papier), für den ich auch noch Steuern hätte bereitliegen haben müssen. Doch ich hatte den Gewinn nur auf dem Papier, nicht aber auf dem Konto (in Form von Liquidität), genauso wenig wie die Steuern! Aber leider war diese Erkenntnis nie von Dauer. Die Verdrängung setzte schnell wieder ein. Willkommen im Hamsterrad, der unternehmerischen Tretmühle.

Viele Unternehmer arbeiten kostendeckend oder machen sogar einen steuerlichen Gewinn. Das Problem: Er ist längst ausgegeben und wieder vom Konto verschwunden! Darf dann aber rückwirkend, noch versteuert werden. Und auch dieses Geld fürs Finanzamt hat keiner zurückgelegt. Das ist die harte Realität!

Mehr Umsatz bringt mehr Arbeit. Aber bringt mehr Umsatz auch mehr Gewinn?

Meine Aufgabe in der Agentur war es, NeukundInnen zu akquirieren. Das bedeutete: Ich schrieb Mails, telefonierte, netzwerkte, erstellte Präsentationen, Angebote und, und, und. Am Ende des Tages haben sich die Projekte zwar gerechnet, aber wirklich profitabel waren sie nicht. Sie brachten wenig bis keinen Gewinn. Manchmal haben wir uns auch einfach zu schlecht verkauft und deshalb keine höheren Preise erzielt. Unsere Lösung: Wir mussten noch mehr KundInnen gewinnen.

Die Profitabilität ist entscheidend

GewinnDer Alltag sah so aus: Arbeitstage, die erst spät in der Nacht endeten, Wochenendarbeit, Erschöpfung und gleichzeitig wieder losrennen, um noch mehr KundInnen zu akquirieren. Wir machten immer mehr Umsatz, verdienten aber weniger. Unser Umsatz-Fokus führte zwar zu einer ansehnlichen Kundenliste und zu mehr Umsatz, aber nicht zu einer besseren Profitabilität. Gewinn hatten wir einfach nicht auf dem Schirm. Und folglich auch nicht sauber einkalkuliert! Wir waren viel zu beschäftigt, „das Monster zu bezwingen“, wie Mike Michalowicz (Autor von „Profit First“) sagt. Das Monster, das leere Konten, Darlehen und eine stets wachsende Liste mit „unbedingt notwendigen Kosten“ mit sich bringt.

Mehr Umsatz und das daraus resultierende Wachstum ist nämlich nur die eine Variable der Gleichung. Eine extrem wichtige, aber eben nur die eine und nicht die einzige. Die Antwort lautet „Rentabilität“. Ihr denkt jetzt bestimmt: „Wow, was für eine Erkenntnis. Da ist vorher ja noch niemand drauf gekommen.“ Ja, du hast Recht, es liegt auf der Hand. Und trotzdem haben wir nicht danach gehandelt. Und so wie wir, haben es viele andere UnternehmerInnen auch nicht gemacht. Wo wir gerade dabei sind, wie sieht`s bei dir aus? Worauf liegt dein Fokus? Umsatz oder Gewinn? Hab ich`s mir doch gedacht.

Wie du den „Mehr Umsatz, weniger Gewinn“-Modus durchbrichst

Bestseller-Autor und Business-Coach Mike Michalowicz hat mir die Augen geöffnet. Seine Methode: Profit first. Im Prinzip ganz einfach oder anders gesagt, einfach genial. Du kennst deine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). Umsatz minus Kosten gleich Gewinn. Und weil diese Gleichung für dich oft nicht aufgeht, schaust du, dass du deinen Umsatz erhöhst, damit sich der Gewinn (hoffentlich) auch erhöht. So haben wir es alle gelernt oder so praktizieren es die meisten. Dein Gewinn ist also genau das, was am Ende übrig bleibt. Und das ist meistens ziemlich wenig. Nur zur Erinnerung, bei mir war es genauso. Das Unternehmen hat extrem viele Kosten verursacht. Gekümmert haben wir uns darum eigentlich nie so wirklich. Gleichzeitig haben wir uns selbst in die Tasche gelogen und nicht sauber kalkuliert, weil wir gedacht haben, nur so an Aufträge zu kommen. Dass dann am Ende in der Spalte ‚Gewinn‘ ein sehr überschaubarer Betrag übrig blieb, ist nicht verwunderlich. 

Die „Profit First“ – Methode

Lasst uns die Gleichung also leicht abwandeln. Und zwar so: Umsatz minus Gewinn gleich Kosten. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied. Denn dein Fokus ändert sich schlagartig. So ist der Gewinn das, was du zuerst in Sicherheit bringst. Und das, was dann übrig bleibt, ist das, was du ausgeben darfst.

Profit First Formel

Für dieses Modell brauchst du fünf Konten.

  1. Einnahmenkonto
  2. Gewinnkonto
  3. Steuerrücklagenkonto
  4. Unternehmergehaltskonto
  5. Ausgabenkonto

 

Das Steuerkonto ist das, was dir am meisten Freude bereiten wird, weil du nie wieder, und das verspreche ich dir, von einer Forderung des Finanzamts wie von einer kalten Dusche überrascht werden wirst.

Und so gehst du vor: Dein Kunde oder deine Kundin bezahlt deine Rechnung. Sagen wir 10.000 Euro wandern auf dein Konto.

Davon ziehst du sämtliche Kosten für Fremdleistungen und den Wareneinsatz ab. Von diesem Betrag zweigst du als allererstes rund 5 Prozent auf Dein Gewinnkonto ab. (Die genauen Zahlen errechnet dir dein ‚Profit First Professional‘ – du kannst dich hier sehr gerne bei mir melden!)

Je nachdem wie groß dein Unternehmen ist, gehen zwischen 30 und 40 Prozent auf dein Unternehmergehaltskonto. Wichtig: Führe die Überweisungen genau in dieser Reihenfolge aus, denn dein Gewinn und du, ihr seid das Wichtigste!

Dann zweigst du noch die Umsatzsteuer-Zahllast, den Anteil für Gewerbesteuer, sonstige Steuern, (denn die soll alle Dein Unternehmen bezahlen!) auf dein Steuerkonto ab. Meist sind das rund 15 Prozent. Mit den restlichen ca. 40% arbeitest du. Du deckst deine laufenden Kosten für Auto, Handy und was auch sonst immer.

Wenn du mehr erfahren möchtest, kannst du hier einen (Gratis-)Blick in das Buch „Profit First“ werfen. Oder du vereinbarst direkt einen Termin mit mir. Ich helfe dir deinen Fokus zu schärfen, damit dein Unternehmen profitabel wird.

Die ersten Schritte hin zu einem profitablen Unternehmen

Fokussiere dich auf deine Profitabilität. Überlege dir genau, mit welchen KundInnen du zusammenarbeiten möchtest und mit welchen nicht. Bei wem fällt es dir leicht? Wer zahlt deine regulären Preise? Wer wertschätzt deine Arbeit?

Diese einfachen Tipps helfen dir bei den ersten Schritten:

Achte auf das, was hinten raus kommt!

  1. Achte auf das, was hinten raus kommt!
  2. Hör auf, everybody’s Depp zu sein!
  3. Verbanne die Zeitdiebe!
  4. Mach dir klar: Der wichtigste Wert deines Unternehmens bist du selbst!
  5. Renne nur noch für deine besten KundInnen. Mache langsam bei den anstrengenden!
  6. Bringe ein System in dein Unternehmen!

 

Ich unterstütze dich sehr gerne dabei dein Unternehmen profitabel aufzustellen. Vereinbare am besten einen unverbindlichen Gesprächstermin mit mir. Gemeinsam gehen wir es an.

Oder komm ins kostenfreie Webinar: „Unterm Strich mehr für mich“ und erfahre, wie du die Formel Umsatz – Gewinn = Ausgaben für dich gewinnbringend umsetzen kannst.

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